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Rafael Rozendaal
2017, Interaktive Installation
Aktuell im Showroom und Videofenster
«Naluns», Franziska Bieri
2012, 00:55
Eröffnung: Donnerstag 16. August 2018, 18–20 Uhr, Showroom im PROGR
Als Auftakt des Herbstsemesters 2018 zeigt videokunst.ch drei performative Videoarbeiten von Franziska Bieri. Die Künstlerin arbeitet in diesen drei Werken mit Grundnahrungsmitteln die ihrem Zweck entfremdet sind, deren symbolischer Wert dadurch jedoch umso mehr zum Tragen kommt. Eier, Milch und Brot sind seit jeher die Ressourcen landwirtschaftlicher Zivilisation und tragen in der christlichen Ikonografie starke Bedeutungen.
Das Ei gilt als Zeichen des Lebensursprungs, die Milch als Urnahrung der Mutter für das Kind und das Brot wird in der katholischen Messe als wahrhaftiger Leib Christi angesehen. In «Zopf auf Erde» schafft die Künstlerin aus diesen Ressourcen etwas Neues, einen Zopf der jedoch für den menschlichen Verzehr ungeeignet ist. In der Vermischung von Mehl und Milch auf dem freien Feld werden die Stoffe die ursprünglich von ihr ausgehen, wieder der Erde zugetragen. Ein Dienst der Künstlerin an der Natur?

In den zwei anderen Arbeiten sind die Eingriffe destruktiver. Das Zertreten der Eier in «Naluns» führt die Zerbrechlichkeit dieses kraftvollen Symbols vor Augen und stellt gleichzeitig die Rolle des Menschen in dieser Konstellation in Frage. Die imposante Berglandschaft des Engadins unterstreicht diesen Kontrast von Zerbrechlichkeit und Kraft die wir dem Ei als Symbol zuschreiben. Auch das Festnageln des Brotes auf dem Küchentisch in «Einhämmern» hat etwas Gewalttätiges, zumal sich der Sinn der Geste nicht im ersten Moment erschliesst. Eine Lesart ist die der Kritik an der Starrheit von sich wiederholenden Traditionen die uns schliesslich nicht mehr dienlich sind.
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